22.07.2021

kontrolle 02

 

Homeoffice

- Sommer 2021 -

 

Sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich einig, dass ein Arbeiten im Homeoffice oder dem mobilen Arbeiten gewünscht ist, dann sind jedoch - nach wie vor - die unterschiedlichsten Gesetzgebungen (z. B. Arbeitsschutz und Datenschutz) sowie betriebliche Vereinbarungen zu berücksichtigen.

 

 

 

Das bedeutet vorab:

 

  1. Der Arbeitgeber muss erst einmal prüfen, ob Büroarbeiten oder vergleichbare Tätigkeiten in die Wohnstätten der Beschäftigten verlagert werden können. Dabei ist der Arbeitgeber gut beraten, sowohl die Prüfung als solche, als auch die Gründe für oder gegen die Ausführung der Büroarbeiten oder vergleichbaren Tätigkeiten von Zuhause aus zu dokumentieren.
  1. Eine abweichende Festlegung des vertraglichen Arbeitsortes bedarf in jedem Fall einer entsprechenden arbeitsvertraglichen Regelung zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten oder einer Betriebsvereinbarung /betriebliche Vereinbarung.

Privater Wohnraum der Beschäftigten liegt außerhalb der Einflusssphäre des Arbeitgebers. (Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung Artikel 13 GG). Homeoffice ist kein "ausgelagertes Büro". Auch die häuslichen Verhältnisse der Beschäftigten (z.B. kein geeigneter Bildschirmarbeitsplatz, räumliche Enge) können einer Arbeit im Homeoffice entgegenstehen.

  1. Auch im Homeoffice müssen die Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung sorgfältig eingehalten werden. Es muss sichergestellt sein, dass niemand unbefugt Zugang zu Daten hat. Das betrifft nicht nur das Einsehen von Dokumenten sondern auch das Mithören.

 

Weitere Informationen zum Homeoffice und zum mobilen Arbeiten finden Sie beim BSI “Homeoffice? – Aber sicher“ und bei dem BfDI “Telearbeiten und Mobiles Arbeiten“.

 

Ausführlicher Artikel als PDF:  >> Homeoffice - Sommer 2021 <<

 

 

 

 

08.06.2021

kontrolle 02

 

Länderübergreifende Kontrollen

durch die Datenschutzaufsichtsbehörden

 

Es dürfte kaum ein Unternehmen geben, das nicht von dem sogenannten „Schrems-II Urteil“ betroffen ist.

 

Die an der Kontrolle teilnehmenden Behörden schreiben nun die jeweils ausgewählten Unternehmen auf der Basis eines gemeinsamen Fragekatalogs an. Dabei wird es unter anderem um den Einsatz von Dienstleistern zum E-Mail-Versand, zum Hosting von Internetseiten, zum Webtracking, zur Verwaltung von Bewerberdaten und um den konzerninternen Austausch von Kundendaten und Daten der Beschäftigten gehen.

Das Ziel der koordinierten Prüfung ist die breite Durchsetzung der Anforderungen des Europäischen Gerichtshofs in seiner Schrems-II-Entscheidung vom 16. Juli 2020 (Rs. C-311/18).

Vielen Unternehmern ist nicht bewusst, dass sie personenbezogene Daten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums verarbeiten lassen. Und sei es nur, weil sie Mail-Dienste, Software, Cloud-Server oder Konferenztools großer Anbieter nutzen. Seit dem vergangenen Juli reicht das sogenannte „Privacy Shield“-Abkommen als Grundlage für den Datentransfer in die USA nicht mehr aus. Das gilt auch für die Verwendung vorformulierter Standardvertragsklauseln. Eines der wichtigsten Kriterien ist dabei, dass in den USA Behörden und Geheimdiensten der Zugriff auf Daten ermöglicht werden muss.

Fragenkatalog zeigt Problembereiche

Unternehmer können sich vorab auch den gemeinsamen Fragenkatalog zur Umsetzung des Schrems II-Urteils ansehen, zum Beispiel unter https://datenschutz-hamburg.de/pages/fragebogenaktion/

 

 

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